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Lexikon Schiffe

A-H  I-O  P-Z

Abfindung(sguthaben)

Für die Beendigung einer Rechtsstellung (z.B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter) durch die Gesellschaft zu zahlender Geldbetrag.

Ablieferung/Übergabe

Zeitpunkt, zu dem die Werft bzw. der Verkäufer das Schiff an die Reederei übergibt.

Abschreibung oder AfA

Die AfA (Absetzung für Abnutzung) soll den Wertverlust eines Wirtschaftsgutes widerspiegeln. Die Berechnung erfolgt nach gesetzlichen Vorschriften. Die AfA mindert das zu versteuernde Einkommen ohne dass Ausgaben damit verbunden sind. In der AfA-Tabelle werden die gewöhnlichen Nutzungsdauern der gebräuchlichsten Wirtschaftsgüter dargestellt.

Absicherung

Die Kurse der Aktien, Renten und Devisen unterliegen Schwankungen, die mit Hilfe von modernen Finanzinstrumenten (Futures, Optionen etc.) im Fondsvermögen abgesichert werden können.

Abtretung

Dient zur Sicherheit von Forderungen Dritter, z.B. zur Sicherung eines Hypothekendarlehens.

Abzinsung

Ermittlung der bis zum Ende der Laufzeit anfallenden Zinsen, die bereits bei der Ausgabe von dem künftigen Rückzahlungswert abgezogen werden. Der Abzinsungsbetrag entspricht somit dem Betrag zwischen Ausgabepreis und höherem Nennwert.

Agio

Aufgeld: Geldbetrag, der von einem Kapitalanleger zusätzlich zu der vereinbarten Kapitaleinlage an die Gesellschaft zu zahlen ist.

American Bureau of Shipping (ABS)

Renommierte amerikanische Klassifikationsgesellschaft

Ankaufsrecht

Recht, einen Gegenstand innerhalb einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten Preis und unter bestimmten Bedingungen zu erwerben. Das Ankaufsrecht ist - im Gegensatz zum Vorkaufsrecht - gesetzlich nicht geregelt. Kann durch Vormerkung im Grundbuch eingetragen werden.

Anlaufkosten

Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen, wie zum Beispiel für Rechtsberatung, steuerliche Beratung, Notarkosten und andere Gebühren.

Anleger

Ein Zeichner von Anteilen.

Annuität

Gleichbleibende Leistungsrate für ein Darlehen, bei dem im Laufe der Zeit der Tilgungsanteil in Höhe der ersparten Zinsen zunimmt, während der Zinsanteil innerhalb der Annuität abnimmt, da die anfallenden Zinsen nach der jeweils reduzierten Restschuld berechnet werden.

Annuitätendarlehen

Darlehen mit gleichbleibender Ratenzahlung, der Annuität.

Anschlussfinanzierung

Nach Ablauf einer bestehenden Finanzierung sich anschließende Finanzierung.

Anteilsfinanzierung

Möglichkeit für Anleger zur Finanzierung des Eigenkapitalanteils durch Fremdkapital, welche i.d.R. auf die Bonität des Zeichners abgestellt ist.

Ausflaggung

Eine Reederei lässt ein Schiff in das Schiffsregister eines anderen Staates eintragen, um Schiffskosten wie Personalkosten und Steuern zu reduzieren und nicht den deutschen Bemannungsvorschriften unterworfen zu sein.

Ausschüttung

Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Ausschüttungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich so genannte Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.

Auszahlungskurs

Prozentsatz des Darlehensbetrages, der nach Abzug des vereinbarten Disagios (Damnums) verbleibt.

Avalgebühr

Gebühr der Kreditinstitute für die Übernahme einer Bankbürgschaft.

b.a.w.-Konditionen

Konditionen, die nur "bis auf weiteres" gegeben werden. (Gleitzinsdarlehen)

Backbord

Linke Seite des Schiffes in Fahrtrichtung, rote Kennung (Gegenteil: Steuerbord)

Ballasttanks

Zur Stabilisierung ist jedes Schiff mit Ballasttanks ausgestattet, um je nach Beladung die gewichtsmäßige Belastung auszugleichen.

Barausschüttung

siehe Ausschüttung

Bareboat Charter

Die Vermietung eines Schiffes ohne Besatzung und Wartung.

Bauaufsicht

Der Bau eines Schiffes wird, meist durch den Vertragsreeder, durch fachlich qualifiziertes Personal überwacht.

Befrachter

Siehe Charterer.

Befrachtungs- und Adresskommission

Vergütung für die Vermittlung der Charter in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Charterrate. Meistens wird darüber hinaus eine Adresskommission von der Reederei an den Charterer bzw. dessen Makler gezahlt.

Beirat

Gesetzlich nicht vorgeschriebenes Organ einer Gesellschaft, häufig mit Beratungs- und Überwachungsaufgaben, meistens ohne das Recht zur Erteilung von Weisungen an die Geschäftsführung.

Beitrittserklärung

Zeichnungsschein, der dem Beteiligungsprospekt als Anlage beigefügt ist. Der Anleger tritt mit der Unterzeichnung der Beteiligungsgesellschaft mit dem in dem Zeichnungsschein eingesetzten Betrag bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt des Anlegers wirksam; der Anleger erhält eine Annahmeerklärung der Treuhandgesellschaft (siehe Treuhandgesellschaft).

Bereederung

Die Bereederung beinhaltet die technische und kommerzielle Betreuung des Schiffes. Hierzu gehört im Wesentlichen: Bemannung, Einkauf von Ersatzteilen und Organisation von Reparaturen, Abschluss von Versicherung und Verproviantierung.

Bereederungsvertrag

Wird zwischen der Beteiligungsgesellschaft und dem von ihr beauftragten Bereederer (siehe Vertragsreeder) geschlossen und beinhaltet den Umfang der vom Bereederer zu erbringenden Dienstleistungen sowie die Vergütung hierfür.

Beteiligungsgesellschaft

Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG.

Beteiligungsprospekt

Erklärende verbindliche Broschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen der offerierten Beteiligung.

Betriebsergebnis

Ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen z.B. den Chartereinnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederung und Befrachtung, Gesellschaftskosten sowie Zinsaufwendungen.

Betriebskosten/Schiffsbetriebskosten

Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens, hier des Schiffes, anfallen. Dazu zählen im Einzelnen: Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten.

Bonität

Zahlungsfähigkeit und -willigkeit von Personen und Unternehmen, dient als Basis für deren Kreditwürdigkeit.

BRT Brutto-Register-Tonne

Gibt die Transportkapazität des Schiffes bei seefester Ladung an.

Bruttocharterrate

Festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes in der Regel in US-Dollar oder Euro pro Tag oder pro Monat.

BRZ (Bruttoraumzahl)

Maß, welches den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt.

Bugstrahlruder

Propeller in einem Unterwassertunnel im Vorderteil (Bug) des Schiffes. Ermöglicht Querbewegung oder Drehen des Schiffes und unterstützt Manöver in engen Revieren, z. B. Häfen.

Bulker (Bulkcarrier)

Frachtschiff zur Beförderung von losen Massengütern / trockenem Schüttgut (engl. bulk = Masse), wie zum Beispiel Kohle, Erz und Getreide.

Bundesministerium der Finanzen (BMF)

Zu den Aufgaben des Bundesministerium der Finanzen zählen die Bereiche Zölle und Steuern sowie die nationale, internationale und EU Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik.

Bunkerkosten

Treibstoffkosten für ein Schiff.

Capesize

Größenbezeichnung für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe nicht mehr durch den Suezkanal fahren können und daher das Kap der Guten Hoffnung umrunden müssen (Schiffe ab etwa 240.000 tdw Tragfähigkeit).

Car Carrier

Schiff für den Transport von Fahrzeugen, insbesondere Autos.

Cargo

Ladung

Charterer

Mieter oder Pächter eines Schiffes für einen festgelegten Zeitraum (timecharter) oder eine Strecke (tripcharter/voyagecharter).

Charterrate

Der „Mietzins“ für die Überlassung eines Schiffes. Die Charterrate wird i.d.R. in USD pro Tag gezahlt.

Chartervermittlung

Siehe Befrachtungskommission.

Chartervertrag

Wird zwischen dem Charterer und dem Eigentümer des Schiffes für die Beschäftigung (Zeitperiode oder Reise, siehe Charterer) des Schiffes geschlossen.

Container

Standardisierter Behälter. Da diese Metallbehälter genormt sind, sind sie berechenbar zu be- und entladen, sicher zu verschließen und problemlos im Schiffsverkehr einzusetzen. Einheit TEU und FEU (siehe TEU und FEU).
Containerarten Kühlcontainer (Reefer) Container mit eigener Kühlung bzw. Anschlussmöglichkeiten für die Kühlvorrichtungen an Bord der Containerschiffe; erfordert spezielle Reefer-Stellplätze mit Kühlcontaineranschluss

Isolierter Container (Insulated Container)

Tankcontainer

Automobilcontainer

Belüfteter Container (Ventilated Container)

Bulk-Container: für Schütt- und Massengut

Flat Racks: bestehen aus einer Bodenplatte mit 2 Seitenwänden an den Längsenden für sperrige Güter

Containerbrücke

Spezieller landseitiger Kran für den Containerumschlag.

Containerfeeder

Es handelt sich hierbei um Containerschiffe in einer Größenordung bis 3.000 TEU. Sie transportieren in der Regel die Container von den größeren Häfen in die kleineren.

Containerumschlag

Anzahl von Containern, die in einem Hafen von Land an Bord oder umgekehrt geladen werden.

Crude Oil

Englische Bezeichnung für bereits von Wasser, Salz und Gasen gereinigtes Erdöl. Im internationalen Handelsverkehr wird häufig nur die Abkürzung Crude benutzt.

Dachfonds

Kaufen Anteile anderer Fonds, so genannter Zielfonds. Das können hauseigene oder Produkte fremder Gesellschaften sein.

Degressive Abschreibung

Degressive AfA (Absetzung für Abnutzung) Abschreibungsmethode, bei der die jährliche Abschreibung mit fallenden Jahresbeträgen - Prozentwert vom jeweiligen Restbuchwert des Wirtschaftsguts - errechnet wird.

Det Norske Veritas (DNV)

Renommierte norwegische Klassifikationsgesellschaft.

Deutsches Internationales Zweitregister

Um das Ausflaggen des Schiffes aus dem deutschen Seeschiffsregister zu verhindern, bietet die Bundesregierung deutschen Reedern an, ihre Schiffe in das so genannte Zweitregister einzutragen. So können ausländische Mannschaftsdienstgrade angeheuert und nach Heimattarifen entlohnt werden. Der Kapitän und die Offiziere sind weiterhin deutsch; das Schiff fährt unter deutscher Flagge. So dient eine wettbewerbsfähige (Personal-) Kostensituation dem Erhalt der deutschen Handelsflotte.

Devisentermingeschäft

Sicherungsinstrument zur Minimierung des Fremdwährungsrisikos gegenüber der Fondswährung (z.B. Euro). Wichtig, da Erlöse und Kosten oft in unterschiedlichen Währungen anfallen.

Direktkommanditist

Kommanditist, der sich direkt und nicht über Treuhänder an der Gesellschaft beteiligt.

Disagio

Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag (Nominalbetrag) und Auszahlungsbetrag eines Darlehens. Dadurch verringert sich der Nominalzins. Das Disagio (Auszahlungsverlust) kann unter bestimmten Umständen (einkommen-) steuermindernd wirken.

Dockung

Regelmäßig muss ein Schiff für die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten in ein Dock einfahren. Hierbei werden z. B. die technischen Anlagen gewartet und der Schutzanstrich der Außenhaut erneuert.

Doppelboden

Hierbei ist der Schiffsboden in einer Art Sandwich-Bauweise doppelt abgesichert. Dies erhöht den Schutz bei Grundberührung oder anderen potenziellen Leckagen. Der Raum zwischen den beiden Böden wird oft zur Stabilisierung genutzt.

Doppelhülle

Hierbei hat der gesamte Schiffskörper eine zweite Wand. Dies spielt gerade bei Tankschiffen eine große Rolle, da der Schutz vor einem Leck deutlich erhöht wird.

Dwt

Engl. Abkürzung für „Deadweight“. Maximal zulässige Ladefähigkeit eines Schiffes in Tonnen.

Eigenkapital

Dem Unternehmen von seinen Eigentümern, im Gegensatz zum Fremdkapital, ohne zeitliche Beschränkung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestelltes Kapital.

Einkommen, sonstiges zu versteuerndes

Bildet grundsätzlich die Bemessungsgrundlage, auf die der Einkommensteuertarif angewendet wird, also die Summe der Einkünfte abzüglich Sonderausgaben (wie z.B. Kirchensteuer), außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge (wie z.B. Kinderfreibeträge).

Eintragung in das Handelsregister

Der Anleger wird in das Handelsregister als Gesellschafter der Kommanditgesellschaft eingetragen. Dies übernimmt für ihn der Treuhänder. Nur durch die direkte Eintragung kann sich der Anleger den vorgesehenen steuerfreien Zufluss der Ausschüttung sichern.

Eisklasse

Die Schiffe sind speziell für den Einsatz in nördlichen/arktischen Gewässern gebaut. Viele Bauteile sind verstärkt, teilweise sind die Schiffe sogar als Eisbrecher einsetzbar.

Emission

Allgemein die Ausgabe von Anteilsscheinen, wie z.B. Aktien. Im Rahmen der Fondsfinanzierung ist die Ausgabe bzw. die Vermittlung von Kommanditanteilen an renditeorientierte Anleger gemeint.

Emissionshaus

Das Emissionshaus übernimmt im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Beratung bei der Fondskonzeption, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Ausgabe von Kommanditanteilen.

Emissionsprospekt

Angebotsbroschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen des geschlossenen Fonds.

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Der anteilige Wert des Betriebsvermögens der Gesellschaft bildet bei jedem Gesellschafter die Grundlage für etwaige erbschaft- und schenkungsteuerliche Feststellungen. Basis der Bewertung sind die Buchwerte der Gesellschaft. Betriebsvermögen wird unabhängig vom Verwandtschaftsgrad im Ergebnis stets nach dem günstigen Tarif der Steuerklasse I versteuert. Voraussetzung für die Vergünstigungen ist jedoch, dass die Beteiligung oder die Gesellschaft nicht innerhalb von 5 Jahren nach dem Erwerb aufgegeben wird.

Ergebnispoolung

Die Ergebnisse jedes einzelnen Schiffes eines Pools (vgl. dort) werden zusammengefasst und anschließend nach einem vereinbarten Schlüssel wieder den Schiffen zugewiesen. Auf diese Weise können Marktschwankungen für einzelne Schiffe ausgeglichen und verstetigt werden.

Feederschiff

Zubringer-Schiff, das die Anlieferung bzw. Verteilung von Teilladungen besorgt. Kleinere Einheiten unter 3.000 TEU werden häufig als Feederschiffe im Mittelmeer und in der Ost-und Nordsee eingesetzt.

Festcharter

Hierbei wird ein Vertrag zwischen Schiffseigner und Chartergesellschaft über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Charterrate abgeschlossen.

FEU

Forty-foot equivalent unit. 40 Fuß (rd. zwölf Meter) langer, genormter Container.

Finanz- und Investitionsplan

Der Plan besteht aus 2 Elementen: Unter "Mittelherkunft" wird die Herkunft der für die geplante Investition erforderlichen Mittel (Kommanditeinlagen, Agio und Bankdarlehen) dargestellt ("Finanzplan"). Unter "Mittelverwendung" wird die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition dargestellt unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitionskosten ("Investitionsplan").

Finanzmathematisches Ergebnis

Zum objektiven Vergleich verschiedener Anlageformen bedarf es einer finanzmathematischen Methode, die unabhängig von den individuellen Anlagecharakteristika anwendbar ist. I.d.R wird hierfür die Methode des „Internen Zinsfußes“ (IRR) angewandt (siehe Interner Zinsfuß).

Flagge

Bezeichnung für die Nationalität des Staates, in dem das Schiff mit Heimathafen registriert ist.

Fondskapital

Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft dar.

Fondsliquidation

Nach Veräußerung der Investitionsobjekte wird der Fonds liquidiert (aufgelöst) und die Gesellschafter erhalten ihrem Gesellschaftsanteil entsprechende Liquidationsausschüttungen.

Fondsvolumen

Besteht zum einen aus dem in die Fondsgesellschaft eingebrachten Kapital der Anleger (Eigenkapital) und zum anderen aus dem Fremdkapital durch Darlehen.

Freibord

Abstand zwischen dem obersten Deck und der Wasseroberfläche, wenn das Schiff auf seinen maximalen Tiefgang abgeladen ist. Definiert eine Beladungsgrenze des Schiffes.

Fremdkapital

Der Teil der Finanzierung, der über Darlehen bereitgestellt wird, heißt Fremdkapital. Das Fremdkapital ergibt zusammen mit dem Eigenkapital die zum Erwerb benötigten Finanzmittel.

Fungibilität

Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint.

Gear

Das eigene Ladegeschirr eines Schiffes.

Germanischer Lloyd (GL)

International renommierte Klassifikationsgesellschaft. ("TÜV" für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik, Meerestechnik). Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen.

Geschlossene Fonds

Gesellschaften, die eine fest definierte Summe, das Fondskapital, zur Finanzierung größerer Investitionsprojekte an mehrere Anleger emittieren.

Gesellschafter

Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet, nennt man den Gesellschafter Kommanditist.

Gesellschafterversammlung

Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung. Wird häufig im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt

Gesellschaftskosten

Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung sowie die Komplementärvergütung.

Gesellschaftsvertrag

Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Regelt insbesondere Unternehmensziel, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.

GmbH & Co. KG

Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementär, d.h. als persönlich haftender Gesellschafter allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.

Gründungskosten

enthält Kosten der Gesellschaftsgründung sowie Kosten im Zusammenhang mit der Fondskonzeption und Prospekterstellung.
Haftsumme Der Betrag, mit dem ein Gesellschafter im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Gesellschafters gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.

Haftung des Kommanditisten

Nach der vollständigen Erbringung der Kommanditeinlage ist die Haftung der Kommanditisten bis auf die Wiedereinlage erfolgter Ausschüttungen ausgeschlossen.

Handelsregister (HR)

Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. In das beim Registergericht (Amtsgericht) geführte Handelsregister sind bestimmte Vorgänge einzutragen, deren Eintragungspflicht sich aus dem Handelsgesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergibt.

Havarie (auch Havarei)

Schaden an Schiff und / oder Ladung

HAX

„Hamburg Index“. Er wird errechnet aus den von Hamburger Befrachtungsmaklern gemeldeten Abschlüssen für Containerschiffe. Daraus wird der Durchschnittswert in USD pro Tag und Slot für verschiedene Schiffskategorien errechnet.

Heavy-Lift-Kapazität

Fähigkeit, auch besonders schwere Packstücke, sog. Schwergut, mit eigenem Ladegeschirr oder Kranen zu laden.

Hub and Spoke

Liniensystem, das von den großen Häfen speichenartig ausgehend die kleineren Häfen mit Feederschiffen versorgt.

A-H  I-O  P-Z